Organic Village bietet seit vielen Jahren eine Reihe von inklusiven Arbeitsprojekten und Recoveryprogrammen.
Im Bereich ‚Teilhabe am Arbeitsleben‘ erfolgt die Teilnahme – soweit es geht – nach dem ‚Normalitätsprinzip‘, eben ‚wie im Betrieb‘.
Dabei konzentrieren wir uns – unabhängig von der Diagnose – auf die ‚gesunden‘ Anteile, die wir gemeinsam stabilisieren und ausbauen wollen.
Und schauen was wir täglich gemeinsam erarbeiten können.
Im Bereich ‚Teilhabe am sozialen Leben‘ entwickeln wir gemeinsam, was der individuellen ‚Balance‘ und ‚Recovery‘ in dieser Hinsicht am besten entsprechen könnte. Bei Bedarf kann laufend angepasst und nachjustiert werden.
Der Einstieg bei Organic Village erfolgt in zwei Phasen:
Phase 1: kennenlernen, orientieren, einarbeiten
Kontaktaufnahme persönlich oder per Terminbuchung, Telefon oder E-Mail für ein Kennenlerngespräch auf unserem Projekthof in Potsdam oder auch online.
Kommen Sie gerne mit einer Vertrauensperson, einer/einem Angehörigen oder BetreuerIn.
Führungen für Einzelpersonen oder Gruppen sind nach Absprache möglich.
Danach legen wir im gemeinsamen Dialog die Arbeitsbereiche und individuellen Arbeitszeiten fest (Anpassungen sind jederzeit möglich).
Eine Mitarbeit ist grundsätzlich möglich an zwei bis fünf Tagen pro Woche für i.d.R. jeweils zwei bis vier Stunden pro Tag (was auch variieren kann).
Die praktische Arbeit umfasst wahlweise Tätigkeiten im Bereich Holzwerkstatt, Gastronomie, Gärtnerei, Hauswirtschaft, Hausmeisterei, Nähstube, Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt (sofern Bedarf da ist) und je nach Bedarf und Fähigkeiten auch im Bereich Verwaltung (z.B. Internet-Recherchen, Inventarisierung, Digitalisierung).
Fachliche Kenntnisse und Fähigkeiten werden nicht vorausgesetzt. Jede/r wird angeleitet und wir sind im laufenden Austausch über die geleistete Arbeit.
Es kann nach Anleitung allein oder mit anderen zusammen gearbeitet werden.
Pausen und Auszeiten sind anfänglich jederzeit möglich.
Mittags bieten wir in unregelmäßigen Abständen eine Yoga-, Achtsamkeits- oder eine Qi-Gong-Stunde an (Teilnahme freiwillig).
Mittwochs-Mittags bieten wir ein Mittagessen an (für Teilnehmende kostenlos), Teilnahme freiwillig.
Wünschenswert ist, dass der/die InteressentIn im ärztlichen oder sozialpädagogischen Kontakt steht.
Sobald der/die InteressentIn eingearbeitet ist und sich entschließt, weiter mitzuarbeiten, bemühen wir uns im gemeinsamen Dialog um eine Finanzierung z.B. für das ,Zuverdienstprojekt‘, die ,Ad-hoc-Maßnahme‘ oder für weitere Programme (siehe unten).
Sollte eine Finanzierung über einen der üblichen Kostenträger (z.B. Rentenversicherung, Krankenkasse, Eingliederungshilfe etc.) nicht möglich sein gibt es – in manchen Fällen – die Möglichkeit im Rahmen unseres Programms ‚Wohnen & Recovery‘ (für Selberzahlende/Privatzahlende) am Organic-Village-Projekt teilzunehmen, und – wenn gewünscht – auch hier zu wohnen.
Die Phase der Orientierung/Arbeitserprobung ist individuell ausgestaltet und unterschiedlich lang. Auch wie und für welchen Zeitraum es nach der Orientierungsphase für InteressentInnen weitergeht, wird individuell vereinbart.

Zur Überbrückung von Transferzeiten (z.B. während Wartezeiten hinsichtlich eines nächsten Schrittes, eines Anschlussziels oder einer Anschlussmaßnahme) ermöglicht die ‚Ad-hoc-Maßnahme‘ interessierten Menschen eine Teilnahme bei Organic Village für bis zu acht Monaten – extrem niedrigschwellig und ohne lange Antragsverfahren, nach dem Motto ‚heute anfragen – morgen anfangen!‘
Einen ersten Überblick (Schema) über die ‚Ad-hoc-Maßnahme‘ gibt es … hier
Vorstellung der ‚Ad-hoc-Maßnahme‘ auf dem Bundeskongress des BVÖDG 2023 (Bundesverband der Ärtztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V.), Poster/Übersicht erstellt von der Landeshauptstadt Potsdam … hier
Die Ad-hoc-Maßnahme wurde 2023 von der Medizinischen Hochschule Brandenburg, Prof. Dr. Heinze & Team, wissenschaftlich evaluiert, Zitat:
„[…] Zusammengerechnet sind […] fast 70% der Klient:innen erfolgreich. Da dies für eine psychosoziale Einrichtung einen hohen Wert darstellt und die Effizienz der Maßnahme belegt, wird empfohlen, dass [….] dieses innovative Projekt weiter [ge]fördert und verstetigt [werden sollte] […]“
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